Das Vorhaben

Mit dem Einsatz digitaler Technologien sind auch neue Anforderungen für das Leben, Lernen und Arbeiten im digitalen Wandel verbunden. Eine „Zusatzqualifizierung Pflege 4.0“ soll dabei unterstützen Kompetenzen für die Mitgestaltung des digitalen Wandels im Arbeitsleben zu entwickeln.

Auftrag

Der Auftrag für das Vorhaben „Zusatzqualifizierung Pflege 4.0“ besteht in der Konzeption, Pilotierung und Umsetzung einer Zusatzqualifizierung für digitale Kompetenzen für die Pflege in Berlin (Laufzeit des Vorhabens: 03/2020-12/2021). Das Vorhaben ist Teil der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“ und wird in enger Kooperation mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung (SenGPG) umgesetzt sowie von einem Gremium von Expertinnen und Experten begleitet (vgl. dazu auch Fachgruppe).

Arbeitsabläufe, Arbeitsorganisation, Tätigkeitsfelder beruflich Pflegender aber auch das Privatleben pflegebedürftiger Menschen und pflegender Angehöriger verändern sich durch den digitalen Wandel. Die Anforderungen bezogen auf den Umgang mit neuen Technologien nehmen in nahezu allen Bereichen zu. Im Rahmen der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“ hat sich gezeigt, dass es einen hohen Bedarf an der Kompetenzentwicklung zum Umgang mit sich verändernden Anforderungen gibt, die die Digitalisierung im Arbeits- und Privatleben im Kontext Pflege und Pflegebedürftigkeit betreffen.

Ausgehend davon wurde die k.o.s GmbH von SenGPG damit beauftragt, eine Zusatzqualifizierung zu entwickeln, zu erproben und umzusetzen, die notwendige Kompetenzentwicklungen unterstützt.

Die Zusatzqualifizierung soll sich an Pflegefachkräfte, Pflegehelferinnen und -helfer, Praxisanleiterinnen und -leiter sowie Führungskräfte richten. Darüber hinaus wird die Zusatzqualifizierung auch Mitarbeitende in Beratungseinrichtungen zum Thema Pflege und Alter adressieren.

Umsetzung

Die Umsetzung des Vorhabens erfolgt in mehreren Etappen:

Mit einer Literaturanalyse, qualitativen Interviews mit Expertinnen und Experten und einer schriftlichen Befragung werden im Vorhaben zunächst die Grundlagen gelegt. Mit diesem ersten Arbeitsschritt entsteht die Basis, auf der aufbauend ein Kompetenzrahmen erarbeitet wird, der die für die Pflege zentralen Themenfelder im Kontext des digitalen Wandels zusammenstellt, systematisiert und strukturiert. Der Kompetenzrahmen wird sich auf notwendiges Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie auf zu entwickelnde fachliche und personale Kompetenzen beziehen, die für einen aktiven Umgang mit der Digitalisierung in der Pflege notwendig sind.

Auf Grundlage des Kompetenzrahmens wiederum werden ein methodisch-didaktisches Konzept sowie ein konkreter Umsetzungsplan für eine Zusatzqualifizierung erstellt. Diese soll an der Arbeitsrealität der Teilnehmenden orientiert sein und so umgesetzt werden, dass Qualifizierung und Beschäftigung vereinbart werden können. Wie bei jeder Qualifizierung wird aber auch hier gelten: ohne Zeitressourcen geht es nicht!

Die Zusatzqualifizierung wird zunächst – beginnend im Herbst 2020 – in zwei Durchläufen einem Test unterzogen. Die Ergebnisse aus diesen Pilotierungen werden in das Gesamtkonzept einfließen. Im Jahr 2021 werden dann zunächst zwei Durchgänge der Qualifizierung angeboten. Parallel wird ein Transferkonzept erarbeitet, damit diese Zusatzqualifizierung auch ab dem Jahr 2022 in Berlin angeboten werden kann.

Fachgruppe

Zur kontinuierlichen Begleitung und Beratung der „Zusatzqualifizierung Pflege 4.0“ existiert eine Fachgruppe, die Rückmeldungen zu den zentralen Arbeitsergebnissen und der weiteren Umsetzung im Verlauf geben wird.

In der Fachgruppe (unter Leitung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie des k.o.s-Teams) wirken Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Pflegebereichen, institutionellen Kontexten und aus der Beratung Pflegebedürftiger und pflegender Angehöriger, der Pflegepädagogik sowie der Pflegewissenschaft mit.

Dieses Fachgremium bereichert die konzeptionelle und praxisorientierte Umsetzungsarbeit und kann durch die multiperspektivische Besetzung immer wieder notwendige Hinweise geben und Zwischenergebnisse einem kritischen „Praxis-Check“ unterziehen.